Partizipation/ Beteiligung der Kinder

Kinder haben ein Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entsprechend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden. Beteiligung heißt, Kinder als Betroffene in Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen und ihnen ernsthaft Einflussnahme zuzugestehen.

Unsere Kindertagesstätte ist daher ein ideales Lern- und Übungsfeld für gemeinsames und gemeinschaftliches Handeln. Kinderbeteiligung bedeutet in unserem Haus Mit- und Selbstbestimmung. Dem einzelnen Kind wird als kompetentes und soziales Wesen die Möglichkeit zur Gestaltung der eigenen Aktivitäten eingeräumt, soweit sich dies mit seinem und dem Wohl anderer vereinbaren lässt. Dabei können den Kindern eigene Verantwortungsbereiche übertragen werden. Sie lernen somit, Mitverantwortung zu übernehmen. In unserer Kindertagesstätte können die Kinder beispielsweise bestimmen wo sie spielen möchten, mit wem sie spielen, was sie anziehen und wann sie ggf. etwas ausziehen. Sie entscheiden wann sie frühstücken, ob und wieviel sie essen oder trinken und wann sie auf Toilette müssen. Sie bestimmen über ihre Geburtstagsfeier und beteiligen sich bei Festplanungen.

Durch die altersangemessenen Übernahme von Verantwortung gestaltet das Kind seinen Alltag in der Kita aktiv mit. Es erlebt seine Beteiligung als alltägliches Selbstverständnis und erlangt die Überzeugung, Einfluss nehmen zu können. Wir bestärken die Kinder hierbei und geben ihnen eine wohlwollende Rückmeldung.

Ziel der Kinderbeteiligung ist, dass das Kind seine eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche erkennt. Es lernt Kritik und seine Meinung zu äußern, zu  begründen und zu vertreten.

Das Kind erfährt dabei wie eigene Interessen mit denen Anderen in Einklang zu bringen sind und andere Sichtweisen wahr zu nehmen und zu respektieren.

Wir unterstützen die Kinder Konflikte mit Anderen über eine faire Auseinandersetzung auszutragen um zu einer Lösung zu kommen.  Dabei achten wir auf Gesprächsregeln und Gesprächsdisziplin, wie das Zuhören und Ausreden lassen. Ebenso gehört auch das Aushalten und sich damit abfinden dazu, wenn die eigene Meinung und die eigenen Interessen nicht zum Zuge kommen, und die Mehrheit eine andere Entscheidung getroffen hat. Dies fördert die Frustrationstoleranz.

Als Fachkräfte ist es uns wichtig, gemeinsam mit den Kindern in den Dialog zu gehen. Hierbei ist uns die Marte Meo Methode sehr hilfreich.