Psychomotorik

In unserer Kita bieten wir den Kindern im letzten Kindergartenjahr wöchentlich eine  Psychomotorik Stunde an. Die zukünftigen Schulkinder bekommen so die Möglichkeit sich als Gruppe bewusst wahrzunehmen und das Gemeinschaftsgefühl wird gestärkt.

„Psychomotorik ist ein Konzept der Persönlichkeitsentwicklung über Erleben, Erfahren und Kommunizieren mit und durch Bewegung, aber auch das Begreifen sozialer Verhaltensweisen wie Toleranz, Rücksicht und Kooperation sowie die angemessene Bewältigung von Konfliktsituationen und Misserfolgen“

                                                                                                    (Göbel, Panten 1998).

Diese Methode der Körper- und Bewegungserfahrung wird in vier Phasen, die aufeinander aufbauen durchgeführt und stellt eine Verbindung zwischen Körper und Geist dar. Dadurch wird die Entfaltung der Persönlichkeit, eine Erweiterung des Körperbewusstseins und die Lernfähigkeit unterstützt.

  • Sensomotorische Phase

In der ersten Phase der Psychomotorik geht es darum, dass das Kind in Bewegung kommt. Hier haben  Kinder die Möglichkeit den eigenen Körper zu spüren,  eigene Grenzen auszutesten, Widerstand zu erfahren und Spannungen abzubauen.

  • Konstruktionsphase

Hier bauen und konstruieren  Kinder in Gruppen oder  für sich alleine mit großen  Schaumstoffelementen und anderen Materialien, die im Bewegungsraum zu finden sind.  Ziel  ist es eigene Spielideen und Kreativität zu entwickeln, Initiativen anderer Kinder wahrzunehmen, Erlernen von Geben, Nehmen und Empathie,  Kooperation, Umgang mit Konflikten und das Finden von Lösungswegen.

  • Phase der tiefen Rückversicherung durch Sprache

In dieser Phase wird gemeinsam mit den Kindern eine Geschichte erzählt. Dabei werden Sprachfähigkeit und Freude am Sprechen, Denk- und Merkfähigkeit, Konzentration, das Einhalten von Gesprächsregeln, Erleben von Spannung und Entspannung, Lösungen finden, die Fähigkeit Gefühle auszudrücken und Wertschätzung des Gegenübers entwickelt.

  • Phase für plastischen und grafischen Ausdruck

Zum Abschluss haben die Kinder die Möglichkeit sich in Eigenarbeit auszudrücken. Dabei können sie eigene Erlebnisse, Emotionen und Gedanken symbolisch z.B. anhand eines Bildes zum Ausdruck bringen. Sie lernen sich zu entspannen und Abstand zum Erlebten zu gewinnen.