Verständnis des Lernens

Kinder wollen sich ihre Welt selbst aneignen und lernen am besten, wenn dies aus der intrinsischen, d.h. eigenen Motivation heraus geschieht. Dies bedeutet, dass das Kind bei seinen Lernerfahrungen immer an seinem Interesse, seinem Entwicklungsstand und seinem Vorwissen anknüpft und sich entsprechend seinem Entwicklungsrhythmus weiterbildet.

Dabei ist das Lernen am effektivsten, wenn das Kind seine Erfahrungen selbst  machen kann. Es sollen vielfältige Sinne angesprochen werden, das Lernen von positiven Emotionen begleitet werden und in Interaktion oder Ko-Konstruktion mit anderen Menschen geschehen. Werden die neu gemachten Lernerfahrungen zudem wertschätzend wahrgenommen, kann gelungenes und nachhaltiges Lernen stattfinden.

Um abwechslungsreiche Lernerfahrungen zu ermöglichen reflektieren wir gemeinsam mit den Kindern das Materialangebot und die Raumgestaltung, reagieren und handeln darauf.

Unsere Rolle, als pädagogische Fachkraft, besteht darin Kinder in ihrem Lernprozess zu unterstützen. Da wir wissen, dass es ohne Bindung keine Bildung gibt, ist es eine der wichtigsten Aufgabe der Fachkraft dem Kind als verlässliche Beziehungs- und Bindungsperson zu begegnen. Durch den Aufbau einer guten Bindung zum Kind geben wir diesem Halt und dienen als sogenannter „sicherer Hafen“. Somit ermöglichen wir dem Kind eigenaktiv an den vielfältigen Bildungsmöglichkeiten unserer Kita teilzuhaben. Dabei begleiten wir es in seinem Tun und setzen gegebenenfalls Impulse. So kann das Kind seine eigenen Ideen verwirklichen und nachhaltige Lernerfahrungen machen.

Da wir wissen, dass alles was uns das Kind zeigt, sei es ein Spiel, ein Bild oder vielleicht ein Bauwerk direkt mit seiner Persönlichkeit verbunden ist, werten wir dies nicht sondern benennen, was wir sehen und stärken das Kind somit in seinem Selbstwert.